Wie viel Koffein steckt in Kaffee, Tee und Energy-Drinks?

Aloisia Hartmann 30. Juli 2026
Mann hält sich die Brust, dane eine Dose Energydrink. Eine Koffeingehalt Tabelle könnte hier Aufschluss geben.

Inhaltsverzeichnis

Eine große Tasse Kaffee am Morgen, später ein Energy-Drink und zum Abendessen noch etwas Zartbitterschokolade: So summiert sich Koffein oft schneller, als man denkt. Diese Übersicht zeigt, wie viel Koffein in typischen Getränken und Lebensmitteln steckt, warum die Werte schwanken und welche Mengen für gesunde Erwachsene, Schwangere, Stillende sowie Kinder und Jugendliche als Orientierung gelten.

Die wichtigsten Koffeinwerte auf einen Blick

  • 90 mg enthält eine typische Tasse Filterkaffee mit 200 ml.
  • 80 mg stecken durchschnittlich in einer 250-ml-Dose Energy-Drink.
  • 400 mg pro Tag gelten für gesunde Erwachsene als unbedenkliche Orientierung.
  • 200 mg pro Tag sind für Schwangere und Stillende die wichtige Obergrenze.
  • 3 mg pro Kilogramm Körpergewicht gelten als Orientierung für Kinder und Jugendliche.

Vergleich von Koffeingehalt-Tabellen: Energy Drinks, Kaffee, Soda, Tee und dunkle Schokolade zeigen unterschiedliche Mengen.

Was in einer typischen Portion steckt

Die folgende Koffein-Tabelle arbeitet mit üblichen Portionsgrößen und nicht mit theoretischen Laborwerten. Das macht die Zahlen für den Alltag brauchbarer, denn entscheidend ist am Ende nicht nur der Gehalt pro 100 Milliliter, sondern die Menge, die tatsächlich in Tasse, Glas oder Dose landet.

Getränk oder Lebensmittel Übliche Portion Koffein pro Portion Ungefähr pro 100 ml
Filterkaffee 200 ml ca. 90 mg ca. 45 mg
Espresso 60 ml ca. 80 mg ca. 133 mg
Energy-Drink 250 ml ca. 80 mg ca. 32 mg
Schwarzer Tee 200 ml ca. 45 mg ca. 23 mg
Grüner Tee 200 ml ca. 30 mg ca. 15 mg
Cola-Getränk 330 ml ca. 35 mg ca. 11 mg
Kakao-Getränk 200 ml ca. 8 bis 35 mg ca. 4 bis 18 mg
Zartbitterschokolade 50 g ca. 25 mg nicht sinnvoll vergleichbar
Vollmilchschokolade 50 g ca. 10 mg nicht sinnvoll vergleichbar

Die Werte orientieren sich an Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung. Sie sind Näherungswerte, weil Sorte, Marke, Brühmethode, Ziehzeit und Portionsgröße den tatsächlichen Gehalt verändern. Besonders bei Schokolade hängt viel vom Kakaoanteil ab.

Auf den ersten Blick wirkt Espresso besonders stark. Pro 100 Milliliter stimmt das auch, doch eine kleine Tasse enthält meist weniger Flüssigkeit als ein großer Filterkaffee. Für die persönliche Tagesbilanz zählt deshalb die gesamte Portion, nicht nur die Konzentration.

Warum die Portion wichtiger ist als der Einzelwert

Eine „Tasse Kaffee“ ist keine feste Maßeinheit. Zu Hause kann sie 125 Milliliter fassen, im Büro 200 Milliliter und im Café problemlos 300 Milliliter. Aus zwei kleinen Tassen mit jeweils 60 mg werden so schnell 120 mg Koffein, obwohl man gedanklich vielleicht nur von „zwei Kaffees“ spricht.

Auch die Zubereitung macht einen spürbaren Unterschied. Eine längere Kontaktzeit zwischen Wasser und Kaffeepulver oder Teeblättern kann mehr Koffein lösen. Robusta-Kaffeebohnen enthalten außerdem deutlich mehr Koffein als Arabica-Bohnen, während ein kräftiger Geschmack nicht automatisch einen besonders hohen Koffeingehalt bedeutet.

Bei Tee entscheidet die Ziehzeit mit

Schwarzer und grüner Tee können je nach Blatt, Menge, Wassertemperatur und Ziehzeit deutlich schwanken. Ein kurz gezogener grüner Tee liegt oft niedriger, ein kräftiger schwarzer Tee kann sich dem Wert einer kleinen Tasse Kaffee annähern. Ich würde deshalb nicht allein nach Farbe oder Geschmack urteilen, sondern bei regelmäßiger hoher Aufnahme auf die konkrete Zubereitung achten.

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Große Becher werden leicht unterschätzt

Viele Tabellen rechnen mit 200 Millilitern, während To-go-Becher 350 oder 500 Milliliter fassen. Ein 500-ml-Becher Filterkaffee kann bei ähnlicher Stärke ungefähr 225 mg Koffein enthalten. Das liegt bereits über der empfohlenen Einzelmenge von 200 mg für gesunde Erwachsene.

Wie viel Koffein im Alltag vertretbar ist

Für gesunde Erwachsene gelten bis zu 400 mg Koffein über den Tag verteilt als gesundheitlich unbedenkliche Orientierung. Als einzelne Dosis werden bis zu 200 mg genannt. Diese Werte sind keine Einladung, täglich möglichst nahe an die Grenze zu gehen, sondern helfen dabei, die Größenordnung einzuordnen.

Ein Beispiel macht die Rechnung greifbar: Zwei Tassen Filterkaffee liefern ungefähr 180 mg, eine Tasse schwarzer Tee weitere 45 mg und eine Dose Cola etwa 35 mg. Zusammen sind das rund 260 mg. Für einen gesunden Erwachsenen ist das meist noch innerhalb der Orientierung, für eine schwangere Person wäre diese Kombination bereits zu viel.

Für Schwangere und Stillende gelten 200 mg pro Tag als maßgebliche Orientierung. Kinder und Jugendliche können sich an höchstens 3 mg pro Kilogramm Körpergewicht orientieren. Ein Kind mit 30 Kilogramm Körpergewicht erreicht diese Menge bereits bei etwa 90 mg, also ungefähr mit einer Dose Energy-Drink.

Die individuelle Empfindlichkeit bleibt entscheidend. Herzklopfen, Nervosität, Zittern, Magenbeschwerden oder Einschlafprobleme sind klare Signale, die persönliche Menge zu reduzieren. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bestimmten Medikamenten oder ausgeprägter Koffeinempfindlichkeit sollte die Orientierung ärztlich besprochen werden.

Welche Wahl zu welchem Ziel passt

Wer einen kontrollierbaren Koffeinimpuls möchte, fährt mit einer kleinen Portion meist besser als mit einem großen Becher. Ein Espresso liefert relativ konzentriert Koffein, aber nur wenig Flüssigkeit. Filterkaffee lässt sich leichter über die Menge steuern, sofern die Tasse nicht unbemerkt zum halben Liter wächst.

  • Für einen moderaten Start: grüner Tee oder eine kleine Portion Kakao liegen meist deutlich unter Kaffee und Energy-Drinks.
  • Für längere Konzentration: Kaffee oder schwarzer Tee liefern mehr Koffein, sollten aber in die Tagesbilanz eingerechnet werden.
  • Für unterwegs: Energy-Drinks sind leicht zu dosieren, enthalten neben Koffein aber häufig viel Zucker oder Süßstoffe.
  • Für den Abend: koffeinfreier Tee und Wasser sind die verlässlichere Wahl, wenn Schlafqualität wichtig ist.
Eine Dose Energy-Drink enthält typischerweise etwa so viel Koffein wie eine Tasse Kaffee. Der Unterschied liegt eher in der Verpackung, der Trinkgeschwindigkeit und den zusätzlichen Zutaten. Drei Dosen à 250 Milliliter liefern bereits ungefähr 240 mg Koffein, also mehr als die empfohlene Einzelmenge.

„Zero“ bedeutet außerdem nicht koffeinfrei. Zuckerfreie Cola und zuckerfreie Energy-Drinks können genauso Koffein enthalten wie die gezuckerten Varianten. Bei entkoffeiniertem Kaffee bleibt meist eine kleine Restmenge übrig, weshalb auch hier ein Blick auf die Produktangaben sinnvoll ist.

Etiketten richtig lesen und typische Fehler vermeiden

Bei abgepackten Getränken steht der Koffeingehalt häufig pro 100 Milliliter auf dem Etikett. Für die tatsächliche Menge muss ich diesen Wert mit der getrunkenen Menge multiplizieren. Ein Getränk mit 32 mg pro 100 Milliliter enthält in einer 500-ml-Flasche nicht 32, sondern 160 mg Koffein.

Getränke mit mehr als 150 mg Koffein pro Liter müssen in Deutschland einen Hinweis auf den erhöhten Koffeingehalt tragen. Bei Energy-Drinks lohnt sich zusätzlich der Blick auf die Portionsgröße, denn eine große Dose kann mehrere Standardportionen enthalten, auch wenn die Tabelle auf der Verpackung nur 250 Milliliter nennt.

Besondere Vorsicht gilt bei Energy-Shots, Pre-Workout-Produkten und Koffeinpulver. Kleine Fläschchen wirken harmlos, können aber eine hohe Dosis in wenigen Schlucken liefern. Reines Koffeinpulver würde ich im Alltag vollständig meiden, weil sich sehr kleine Mengen mit einer normalen Küchenwaage kaum zuverlässig dosieren lassen.

Koffein wirkt oft nach 15 bis 30 Minuten, die anregende Wirkung kann aber mehrere Stunden anhalten. Wer am Abend schlecht einschläft, muss deshalb nicht nur den Nachmittagskaffee prüfen, sondern auch Cola, Tee, Schokolade und leistungsbezogene Nahrungsergänzungsmittel einbeziehen.

Die kleine Rechenregel für den nächsten Tag

Für eine realistische Einschätzung notiere ich zuerst jede koffeinhaltige Portion und rechne nicht mit idealisierten Tassen. Zwei Kaffees, ein Tee und eine Cola können schon deutlich mehr ergeben als die einzelne Tabelle vermuten lässt. Portionsgröße mal Anzahl ist die einfache Regel, die im Alltag den größten Unterschied macht.

Bei gesunden Erwachsenen bleibt ein Tageswert bis etwa 400 mg meist im Orientierungsrahmen, während Schwangere und Stillende bei 200 mg bleiben sollten. Kinder und Jugendliche sollten nach Körpergewicht beurteilt werden. Entscheidend ist nicht, ob Kaffee, Tee oder Energy-Drink grundsätzlich „gut“ oder „schlecht“ ist, sondern wie viel Koffein tatsächlich zusammenkommt und wie der eigene Körper darauf reagiert.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Eine 200-ml-Tasse Filterkaffee enthält etwa 90 mg, ein Espresso 80 mg in 60 ml, schwarzer Tee 45 mg, grüner Tee 30 mg, eine 330-ml-Dose Cola 35 mg und 250 ml Energy-Drink etwa 80 mg. Die Werte schwanken je nach Sorte, Marke, Zubereitung und Portionsgröße.

Für gesunde Erwachsene gelten bis zu 400 mg Koffein pro Tag und bis zu 200 mg als einzelne Dosis als gesundheitlich unbedenkliche Orientierung. Schwangere und Stillende sollten sich an höchstens 200 mg pro Tag halten.

Multiplizieren Sie den Wert pro 100 ml mit der tatsächlich getrunkenen Menge. Ein Getränk mit 32 mg pro 100 ml enthält in 500 ml beispielsweise 160 mg Koffein. Ein 500-ml-Becher Filterkaffee kann bei ähnlicher Stärke ungefähr 225 mg enthalten.

Als Orientierung gelten höchstens 3 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht. Ein Kind mit 30 kg erreicht diese Menge bereits bei etwa 90 mg, also ungefähr mit einer Dose Energy-Drink. Die individuelle Empfindlichkeit sollte zusätzlich berücksichtigt werden.

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Autor Aloisia Hartmann
Aloisia Hartmann
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